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"Hohe Tied" Ausfahrten Herbst 2003:

 

Ökologische Segeltörns
mit der "Hohen Tied" e.V.

15.-18. September 2003

Bestimmung

 

Vorbereitung Programm Ablauf Fahrtbeschreibungen Eindrücke

 

 

Vom 15. bis 18. September 2003 fanden vier eintägige Ausfahrten unter Leitung der "Hohen Tied" auf der Kieler Förde statt, an denen Schulklassen vom Städtischen Gymnasium Bad Segeberg, der Max-Planck-Schule Kiel, der Klaus-Groth-Schule Neumünster und der IGS Toni Jensen, Kiel teilnahmen.

 

Vorbereitung

Auf einem ersten Vorbereitungstreffen stellte die Hohe Tied den beteiligten Lehrern ihr Programmangebot vor, und die Lehrer berichteten über die Vorkenntnisse der Schüler sowie über ihre Erwartungen. Darauf aufbauend fanden in der Woche vor den Schiffsausfahrten vorbereitende Unterrichtseinheiten durch "Hohe Tied" Mitglieder mit den Schülern statt, auf denen auch das Programm für die Ausfahrten vorgestellt wurde.

 

Ablauf

... am Beispiel der Ausfahrt am 18.9.03:

Manfred Henningsen, Lehrer, IGS Toni Jensen Kiel:

"Am Donnerstag, 9.00 Uhr, begann eine Forschungsfahrt auf der "Carola", einem alten Frachtensegler, gechartert vom Verein "Jugendsegeln" für einen Naturwissenschaftskurs des 10. Jahrgangs der IGS Toni Jensen mit den Begleitpersonen Heidi Kähler-Vogel und Manfred Henningsen. Unter Anleitung von Dr. Karsten Friis (IfM) wurden an drei Stationen auf der Kieler Förde Messungen vorgenommen. Die Stationen waren Schwentinemündung, Falckensteiner Strand und mitten in der Strander Bucht. Die Schüler und Schülerinnen waren aufgeteilt in drei Gruppen, die die folgenden Aufgaben hatten: Temperaturmessung
  1. Messung von Temperatur, Salzgehalt und Konzentration des Sauerstoffs mit Meßsonden in verschiedenen Tiefen.
  2. Bestimmung der Planktondichte und ihrer Artenzusammensetzung mit der Secchi-Scheibe und dem Planktonnetz.
  3. Entnahme von Benthosproben (Bodenproben) mit einem Kastengreifer.

Nach einer Einführung durch Dr. Karsten Friis über die geologische Entstehung der Ostsee und die bis heute bestehenden Probleme, begannen die SchülerInnen in ihren Gruppen zu arbeiten und die entsprechenden Ergebnisse zu protokollieren.

Im Vordergrund stand naturgemäß nicht die Exaktheit der Ergebnisse, sondern vielmehr die Vermittlung des Weges, wie die Wissenschaft ihre Informationen gewinnt und daraus Erkenntnisse abstrahiert. Das wurde an den drei Stationen unter Anleitung von Mitarbeitern von Hohe Tied ausführlich durchgeführt, wobei gerade die Vergleiche der Ergebnisse an den drei verschiedenen Stationen wertvolle Hinweise gaben. Anschließend wurden die gewonnenen Erkenntnisse den anderen Gruppen präsentiert und in einer Gemeinschaftsaufgabe eine Nahrungskette mit ihrer ökologischen Bedeutung erstellt.

Die Fahrt war eine sehr gelungene Veranstaltung, weil den SchülerInnen an gut gewählten Beispielen gezeigt wurde, wie die Naturwissenschaften ihre Erkenntnisse, gezeigt am Beispiel der Meeresforschung, gewinnen, sie zusammenführen und diese dann präsentieren. Dazu hatte Petrus Sonnenschein und Wind bereitgestellt; was gibt es dann Schöneres als auf der Kieler Förde zu segeln."

 

weitere Fahrtbeschreibungen:

 

 

 

Eindrücke

 

Jens Thomsen, Lehrer, Max-Planck-Schule Kiel:

Diskussion "Mein Eindruck war recht positiv: Hohe Tied und Schiffsbesatzung waren mit großem Engagement dabei. Die direkte Begegnung mit dem Forschungsobjekt "Meer", die Einführung in Meß-, Beobachtungs- und Dokumentationstechniken und die Betreuung durch Fachleute bzw. Wissenschaftler waren für unsere Schülerinnen und Schüler sicher nicht nur eine willkommene Abwechslung vom Schulalltag sondern auch lehrreich und motivierend in vielfacher Hinsicht."

 

Claudia Blunk, Schülerin, Gruppe "Benthos-Bodenlebewesen" der Klasse 11c der Max-Planck-Schule Kiel:

"An sich hat uns die Exkursion sehr gut gefallen, aber es wäre schön, wenn an alle Stationen alle Gruppen etwas zu tun gehabt hätten und auch auf den Fahrten zu den einzelnen Stationen noch Aufgaben zu erledigen gewesen wären."

 

 

Peter Eggert (und Planktongruppe: Christoph, Felix, Karim), Schüler der Klasse 11c der Max-Planck-Schule Kiel:

"Die Ostseeexkursion auf dem Segelschiff "Carola" war sehr interessant und informativ. Durch diese Unternehmung bekamen wir einen Einblick in das Ökosystem Ostsee, was wir zwar tagtäglich vor Augen haben, aber wir uns nie zuvor mit seinem Aufbau, seinen Eigenschaften und Besonderheiten beschäftigt haben. Ein weiterer positiver Punkt bestand darin, eigene Forschung betreiben zu dürfen, Proben zu nehmen und auszuwerten. Mit Hilfe dieser Untersuchungen ist es uns viel leichter gefallen, gewisse Abhängigkeiten zwischen Lebewesen und ihrer Umwelt zu erfassen. Wenn man die Möglichkeit hat selber aktiv mitzuwirken, prägt sich das Erlebte natürlich besser ein und wird auch verständlicher als die bloße Theorie.

Uns hat besonders das Aquarium mit verschiedenen Bewohnern der Ostsee gefallen, wie z.B. Seesterne und Seepocken, die sich auf Miesmuscheln niedergelassen haben, um sie zu fressen oder auf ihnen zu leben. Sehr wichtig waren natürlich auch die Messinstrumente, die vielleicht in näherer Zukunft erneuert werden müssten (z.B. Planktonnetz, Secci-Scheibe), damit sie auch weiteren Klassen voll funktionstüchtig dienen können.

Zum Schluss möchten wir uns noch für die Unterstützung und Organisation, die dieses Erlebnis erst möglich gemacht haben, bei der "Hohen Tied" recht herzlich bedanken."

 

Gerd Hoffmann-Wiek, Wissenschaftler, IFM-GEOMAR:

"Die Ausfahrt war sehr gut vorbereitet, Wissenschaftler und Hohe Tiedler hatten die Klasse zuvor in Segeberg besucht und eine Einführung in die Ökologie der Ostsee gegeben. Die Schüler kamen somit gut präpariert und sehr motiviert nach Kiel. Sie konnten an Bord die Theorie mit der Praxis verbinden und haben eine positive Erfahrung über die wissenschaftliches Arbeit an Bord gemacht. In den nächsten drei Biologiestunden in der Schule wird die Ausfahrt nachbereitet."

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letzte Änderung: 21-Apr-04